Harry

WAU WAU – warum ein Bürohund ein toller „Kollege“ ist

Anfang September 2018 war er endlich da, der Weltwelpentag: Harry ist bei mir eingezogen. Vier Monate alt und 1,8 kg schwer. Ein kleines Bündel aus Fell und Energie, immer gut gelaunt, neugierig und verspielt. Mit ihm ist auch bei mir mehr gute Laune eingezogen. Die täglichen Spaziergänge sind ein kleines Wellness-Programm. Abschalten und an der frischen Luft in der Natur unterwegs sein. Das tut mir mindestens genauso gut wie ihm.

Seit September sind nun einige Monate vergangen und wir sind zu einem guten Team zusammengewachsen.

Der Bürohund

Harry ist einer von vielen Hunden, die ihre Frauchen und Herrchen täglich in Deutschland zur Arbeit begleiten. Ich habe das Gefühl, Bürohunde sind gerade in. Ich werde ganz oft darauf angesprochen und gefragt, wie sich der Arbeitsalltag und die Hundebetreuung vereinbaren lassen. Meine Antwort lautet stets „Gut. Man muss nur etwas planen“.

Gesundheit und Freude

Randolph Barker (ja, „bark“ heißt auf Deutsch „bellen“ hihi) von der Virginia Commonwealth University hat schon im Jahr 2002 untersucht, welchen Einfluss Hunde im Büro auf die Mitarbeitenden eines Unternehmens haben. Sein Fazit und das einiger Studien danach ist durchweg positiv! Hunde fördern die Kommunikation unter den Mitarbeitenden, senken das Stress-Level und sollen sogar vor einem Burnout schützen.

Schon bei kurzer Interaktion durch zB Streicheleinheiten steigt bei Mensch und Tier das Oxytocin-Level im Blut messbar. Oxytocin ist das sogenannte Kuschel-Hormon, dass für Bindung und Wohlbefinden zuständig ist. Gleichzeitig sinken der Cortisol- und Insulinspiegel im Blut die genau das Gegenteil bewirken. (Quelle: http://xn--bv-brohund-deb.de/wissenschaftliche-untersuchungen/hunde-und-oxytocin/)

Das ist schon cool, oder? Und ich kann das aus meiner Erfahrung nur bestätigen. Jedesmal wenn ich total gestresst bin oder mal in Ruhe über eine Sache nachdenken möchte, kuschel ich tatsächlich kurz mit Harry oder geh für 10 Minuten mit ihm raus zum spielen. Danach ist die Welt nicht perfekt, aber doch nicht mehr ganz so verworren wie vorher. Seine putzige Art bringt mich immer zum Lachen.

Harry geht immer sehr freundlich und verspielt auf Menschen zu und erobert so ihre Herzen. Das fördert auch bei Geschäftspartnern, Lieferanten und den Mitarbeitenden der Nachbarfirmen gute Laune zutage. Selbst die, die einen sehr angespannten Eindruck machen, müssen lächeln wenn er um sie herum tänzelt und „guten Tag“ sagt.

Geduld und Zeit

Um einen Welpen zu erziehen, braucht es Geduld, Zeit und Konsequenz. Ich habe großes Glück, denn Harry ist der netteste Pudel auf der Welt, aber natürlich muss auch ich Zeit vom Tag „abzwacken“ um mit ihm zu üben und unerwünschtes Verhalten immer wieder zu korrigieren. Da ich selbstständig bin, kann ich mir die Tage entsprechend einteilen. Diesen Luxus hat ein angestellter Arbeitnehmer natürlich nicht.

Deswegen ist es unbedingt notwendig, dass du dir von deinem Chef bzw. der Geschäftsleitung das OK abholt, wenn du deinen Hund auf Dauer mit ins Büro nehmen möchtet. Natürlich müssen auch die Rahmenbedingungen gegeben sein. Ist ein Kollege allergisch oder hat panische Angst vor Hunden wird es schwierig. Aber fragen kostet ja erstmal nix. Sagt meine Mama jedenfalls immer!

Habt ihr auch einen Bürohund in der Firma? Teilt gern eure Erfahrungen und eure Meinung dazu.