Castle Belvoir in Großbritannien

I´m a fan

Großbritannien ist einfach wundervoll. Die Menschen sind herzlich, manchmal etwas schrullig. Die Natur traumhaft schön, grün und weit. Die Küsten manchmal lieblich, manchmal rau. Fun fact: Von keinem Ort auf der Insel ist man weiter als ca 120 km vom Meer entfernt!

Natürlich gefällt mir auch die Sprache sehr. Bevor ich Englisch in der Schule hatte, habe ich versucht mit einem kleinen Wörterbuch ausgestattet die Texte von englischen Liedern im Radio zu übersetzen. Da ich noch nicht lesen und schreiben konnte, war ich nicht sooo erfolgreich, aber Spaß gemacht hat es trotzdem. 😉

Ich habe insgesamt fast drei Jahre in England gelebt und dort gearbeitet. Von 2003-2005 und 2017. In Retford, um genau zu sein. Das ist eine sympathische Kleinstadt in der Grafschaft Nottinghamshire. (Ja genau, ganz in der Nähe hat der Sheriff von Nottingham versucht Robin Hood zur Strecke zu bringen.)

Während dieser Zeit hat sich mein Englisch natürlich sehr verbessert. Jeden Tag habe ich dazu gelernt: Vokabeln, den Dialekt besser verstanden oder eine Redewendung aufgeschnappt. Besonders der Dialekt in der Region war am Anfang eine Herausforderung. Es ist keine Überraschung, niemand spricht „Oxford-Englisch“.

Ay up me duck!

Als ich diese freundlich gemeinte Begrüßung (gebräuchlich in den Midlands) zum ersten Mal gehört habe, muss ich wie ein Auto geguckt haben. Meine Gedanken überschlugen sich „Hä? Was für eine Ente? Wie jetzt? Ich wollte doch einen Kaffee trinken?!“ Hehe, Gott sei Dank hat die freundliche Bedienung mir die Verwirrung angesehen und mir auf die Sprünge geholfen.

Ich finde, die englische Sprache drückt im Alltag sehr viel mehr Herzlichkeit aus als in Deutschland üblich. An der Supermarktkasse wird man mit einem Lächeln und dem Satz „You alright luv?“ nach seinem Befinden gefragt. Ich finde das herrlich. „Luv“ ist eine Alltags-Form von „Love“ also „Liebes“. Ein Begriff, der in Deutschland sehr aus der Mode gekommen ist. Schade eigentlich. Ausgesprochen wird das in der Region übrigens mit stimmlichem „U“. Daran musste ich mich auch erst gewöhnen.

Lovely weather, innit?

Das ist auch so ein Ausdruck: innit. All meine Englischlehrerinnen rümpfen sicher die Nase, aber ich liebe diese Abkürzung für „isn`t it?“ einfach.

Hier findest du eine Liste einiger englischer Vokabeln, die ich sehr mag und die nicht soo viele Menschen kennen. Gib beim nächsten Urlaub auf der Insel ein bisschen an 😉

  • Hotchpotch: Mischmasch, Sammelsurium
  • Shenanigans: Unfug, Spielerei
  • Taradiddle: kleiner Schwindel, Quatsch, Blödsinn
  • to vex: jemanden ärgern
  • Mixology: Mixologie (Drinks an der Bar mixen ist also eine Wissenschaft!?)
  • To go berserk: Wütend, außer sich sein
  • Kakorrhaphiophobia: Die Angst vorm Versagen (Allein das Wort löst diese Angst bei mir aus, kann es bis heute NICHT richtig aussprechen 🙂 )
  • Eye candy: Augenschmaus (Ist das nicht süß?)
  • Giddy-up!: Hü! oder Los! Eine freundliche Aufforderung sich zu beeilen
  • Serendipity: glücklicher Zufall
  • Bollocks: Quatsch mit Soße! Sehr frei übersetzt 😉
  • Fancy: „schick, modisch“ oder auch: „auf etwas Lust haben, auf jemanden stehen“
  • Supercalifragilisticexpialidocious: superkalifragilistigexpiallegetisch (Kann man immer mal brauchen 🙂 )
  • Knavish: schelmisch, spitzbübisch (das „K“ is stumm)

Want more?

Ich empfehle dir den täglichen, kostenlosen Newsletter von „One Word a day“. In Quizform lernst du jeden Tag eine englische Vokabel, einen Begriff oder eine Redewendung. Richtig toll gemacht, wie ich finde. Dazu immer ein Anwendungsbeispiel aus der Presse und wie man das Wort oder die Redewendung richtig anwendet. Am Ende der Woche kannst du alles wiederholen.

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